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Diese Internetseite besteht seit Mai 2003, wird aus Mitteln der Deutschen Krebshilfe e.V. finanziert und dem Sprecher der o.g. Selbsthilfegruppe gepflegt (siehe Impressum),
letzte Aktualisierung: 16.05.2012

Alles, was Sie wissen sollten!

Frueherkennung

Früherkennung von Prostatakrebs

Patientenratgeber_I

lokal begrenztes Prostatakarzinom

Patientenratgeber_II

fortgeschrittenes Prostatakarzinom

Aktualisierungsstand dieser Seite: 18.04.2012

Nachsorge

Die Tumornachsorge:
Regelmäßige Nachsorgen beim Urologen sind wichtig, um rechtzeitig eingreifen zu können, falls sich ein neuer Tumor gebildet hat oder der noch vorhandene Tumor sich weiter ausbreitet, ein biochemisches Rezidiv auftritt.
Nur so kann Ihr Urologe helfen, dass Begleit- und Folgeerkrankungen verhindert oder eingedämmt werden können.

Die Empfehlungen zur Nachsorge und Verlaufskontrolle gemäß S3-Leitlinie:

Nachsorge nach radikaler Prostatektomie oder Strahlentherapie:

Nachsorge bei Hormontherapie:

  • innerhalb von 12 Wochen nach Ende der Therapie
  • in den ersten 2 Jahren alle 3 Monate Bestimmung des PSA-Wertes und digitale rektale Tastuntersuchung
  • im 3. und 4. Jahr halbjährlich
  • vom 5. Jahr jährlich
  • alle 3 - 6 Monate Bestimmung des PSA-Wertes, digitale rektale Tastuntersuchung
  • ggf. zusätzliche Labordiagnostik
  • ggf. Bildgebung zur Verlaufskontrolle

Tübinger Empfehlungen zur Tumornachsorge
Bei organbegrenzten Tumoren, einem Gleason-Score < 8 und unauffälligem klinischen Verlauf genügt den Anforderungen an eine suffiziente Tumornachsorge ein PSA-Monitoring 3, 6 und 12 Monate nach Primärtherapie. Daran schließen sich halbjährliche Untersuchungen innerhalb der ersten drei Jahre an, gefolgt von jährlichen Kontrolluntersuchungen.
Nach radikaler Prostatektomie wird ein PSA-Wert von 0,2 ng/ml oder darunter als tumorfreier Status betrachtet.
Nach Strahlentherapie wird als Hinweis auf ein Rezidiv ein solcher PSA-Anstieg erachtet, der sich als PSA-Elevation im Rahmen dreier aufeinanderfolgender Kontrollmessungen definiert. Der effektive PSA-Nadir besitzt dabei nur relative Bedeutung.
Hinweise auf ein Lokalrezidiv können sich aus einem tastbaren Knoten oder einem ansteigenden PSA-Wert ergeben. Eine sonographisch gesteuerte Biopsie zur Sicherung eines Lokalrezidivs ist dann indiziert, wenn die Option eines kurativ orientierten therapeutischen Ansatzes besteht.
CT, MRT oder Knochenszintigraphie sind bildgebende Maßnahmen zur Diagnose von Metastasen. Bei asymtomatischen Patienten mit einem PSA-Wert < 4 ng/ml und einem nach allgemeinem Verständnis günstigen Befund bezüglich der histologischen Differenzierung des Primärtumors kann auf bildgebende Untersuchungen verzichtet werden. Eine Knochenszintigraphie ist bis zu einem PSA-Wert von 20 ng/ml bei günstigen primären Tumorparametern ein verzichtbarer diagnostischer Ansatz, sollte aber bei klinisch symptomatischen Patienten, insbesondere bei Vorliegen von Knochenschmerzen, zur Anwendung gelangen.

© Treffpunkt Prostatakrebs Bremen 2012

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